Oft unsichtbar, aber mit großer Wirkung: Wir prüfen Grundbuch, Baulastenverzeichnis und Altlastenkataster und zeigen Ihnen, wie sich Belastungen auf den Verkehrswert Ihrer Immobilie auswirken.
Altlasten und Baulasten gehören zu den Faktoren, die beim Immobilienwert am häufigsten übersehen werden – und die einen Verkauf im letzten Moment ins Wanken bringen können.
Unter Altlasten versteht man in der Regel umweltgefährdende Rückstände im Boden oder im Grundwasser – etwa durch ehemalige Tankstellen, Werkstätten, Industrie- oder Tankanlagen, alte Deponien oder lange zurückliegende Nutzungen, von denen heute niemand mehr etwas weiß. Auch im Gebäude selbst können Schadstoffe stecken, zum Beispiel asbesthaltige Baustoffe aus früheren Jahrzehnten.
Ob für ein Grundstück ein Verdacht besteht, lässt sich über das Altlasten- bzw. Bodenschutzkataster der zuständigen Behörde erfragen. Ein Eintrag bedeutet nicht automatisch eine Gefahr, ist für Käufer und Banken aber ein wichtiger Hinweis.
Baulasten sind öffentlich-rechtliche Verpflichtungen, die ein Grundstückseigentümer gegenüber der Bauaufsichtsbehörde übernommen hat. Typische Beispiele sind:
Baulasten werden im Baulastenverzeichnis geführt – und nicht im Grundbuch. Deshalb übersehen viele Eigentümer und Käufer sie. Davon zu unterscheiden sind privatrechtliche Dienstbarkeiten wie Wege- oder Leitungsrechte, die in Abteilung II des Grundbuchs eingetragen sind.
Sie können teure Untersuchungen, Sanierungsauflagen und Nutzungseinschränkungen nach sich ziehen. Käufer preisen dieses Risiko ein oder springen ab, wenn es unklar bleibt.
Sie können die Bebauung, Erweiterung, Umnutzung oder Erschließung eines Grundstücks begrenzen. Je stärker die Einschränkung, desto größer der Einfluss auf den Wert.
Wege-, Leitungs- oder Wohnrechte schränken die Nutzung ein und mindern oft den Verkehrswert. Ihr Einfluss wird bei der Bewertung gesondert berechnet.
Am teuersten ist oft die Ungewissheit: Offene Fragen führen zu Preisabschlägen, Nachverhandlungen oder abgesagten Notarterminen.
Eine professionelle Immobilienbewertung bezieht rechtliche Belastungen von Anfang an ein. Wir prüfen sorgfältig das Grundbuch, das Baulastenverzeichnis und das Altlastenkataster und zeigen Ihnen realistisch, wie sich die Ergebnisse auf den Verkehrswert auswirken.
In vielen Fällen lassen sich negative Effekte abmildern – etwa durch die Löschung nicht mehr benötigter Rechte, eine Ausgleichsregelung mit dem Nachbarn oder eine Untersuchung, die einen Verdacht entkräftet. Verkäufer, die offen mit solchen Informationen umgehen, schaffen zudem Vertrauen bei Kaufinteressenten – ein entscheidender Vorteil im Verkaufsprozess.
Auskunft gibt das Baulastenverzeichnis der zuständigen Bauaufsichtsbehörde, in der Regel bei der Kreis- oder Stadtverwaltung. Eigentümer und Personen mit berechtigtem Interesse können einen Auszug beantragen.
Bekannte Mängel und Belastungen sollten Sie dem Käufer offenlegen. Verschweigt ein Verkäufer einen ihm bekannten Mangel, kann er trotz eines vereinbarten Haftungsausschlusses haften. Offenheit schützt Sie also auch rechtlich.
Ja, wenn das öffentliche Interesse an ihr entfallen ist. Den Verzicht erklärt die Bauaufsichtsbehörde, in der Regel auf Antrag. Wir prüfen mit Ihnen, ob eine Löschung in Ihrem Fall möglich ist.
Nein. Entscheidend sind Art und Umfang der Belastung, die mögliche Nutzung und die Kosten einer Sanierung. Mit einer realistischen Bewertung und klaren Informationen finden auch solche Grundstücke Käufer.
Teilen Sie uns ein paar Eckdaten zu Ihrer Immobilie mit. Wir melden uns persönlich bei Ihnen und vereinbaren einen Termin für die kostenlose Wertermittlung vor Ort.

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Manfred Hau Geschäftsführer der Casa-System Immobilien-Marketing GmbH